Was ist hell? Eine Lampe für alle Stimmungen?

Auf dem Markt gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen Lampen, die sich in ihrer Variation, aber auch in der Form sowie der Lichtstärke unterscheiden. Die Auswahl ist riesig und daher ist es für den Verbraucher umso schwieriger, sich für eine der Lampen zu entscheiden. Es gibt LED-Lampen, Energiespar-Lampen, Glühbirnen, Halogen-Spots und Vieles mehr. Aber welche Lampen ist am besten für die entsprechenden Räumlichkeiten geeignet und welche Lampen strahlen wie hell?

Helligkeit von Leuchtmitteln

Die Helligkeit ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl einer Lampe. Je nach Räumlichkeit, muss das Leuchtmittel heller oder dunkler sein. In Räumen, in denen man arbeitet, wie beispielweise in der Küche oder im Büro, muss die Helligkeit höher sein als in Räumen, in denen man sich ausschließlich aufhält, wie das Schlafzimmer. Letztendlich spielen bei der Auswahl einer passenden Helligkeit natürlich auch persönliche Präferenzen eine Rolle. Manche Geschmäcker bevorzugen dunkle Lampen mit warmer Lichtfarbe, Andere greifen eher zu helleren Leuchten mit kühler Lichtfarbe.

Doch welche Lampen erzeugen nun welche Helligkeit? Diese Frage lässt sich ziemlich einfach beantworten, wobei darauf geachtet werden muss, dass die Lichtleistung immer von der Watt-Zahl der entsprechenden Lampe abhängt. Generell wird die Lichtstärke in Lumen gemessen. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist auch die Lichtleistung.

An vorderster Stelle und somit mit Abstand am hellsten, sind LED Lampen. Bei 1 Watt Stromverbrauch erzeugt eine klassische LED Lampe beispielsweise 60 bis 170 Lumen. Im Vergleich dazu erzeugen Leuchtstofflampen 70 bis 90 Lumen je Watt und Halogenlampen nur einen Wert von ungefähr 20 Lumen je Watt. Sprichwörtliches „Schlusslicht“ ist die klassische Glühbirne mit gerademal 10 Lumen pro Watt.
Wenn nun eine höhere Watt-Zahl veranschlagt wird, steigt natürlich auch die Lichtstärke. Bei 10 Watt erzeugt eine LED ungefähr 1000 Lumen. Eine Kompaktleuchtstofflampe und eine Halogen-Glühlampe im Vergleich dazu entsprechend weniger.

Hat mehr und mehr ausgedient: Die alte Glühlampe mit Wolfram-Faden. Rechts der Nachfolger im Birnenformat mit effizienter LED-Technik — CC0 by pixabay.com

Um einen Vergleichswert aus der Realität zu bekommen, kann man die Lumen-Werte mit dem Sonnenlicht vergleichen. Sonnenlicht unterscheidet je nach Jahreszeit, im Sommer strahlt sie mit ungefähr 6,3 x 1028 Lumen.

Lichtfarbe von Leuchtmitteln

Neben der Lichtstärke spielt selbstverständlich auch die Lichtfarbe bei der Auswahl einer Lampe eine wichtige Rolle. Hier entscheiden häufig persönliche Vorlieben, sodass man bei der Auswahl der Lichtfarbe eine Orientierungshilfe leisten kann, jedoch liegt die Entscheidung letztendlich bei einem selbst. Die Lichtfarbe sollte ähnlich wie die Lichtstärke von der Räumlichkeit abhängen, in der die Lampe positioniert wird.

Die Lichtfarbe wird international in Kelvin gemessen. Je höher der Kelvin Wert ist, desto kühler bzw. weißer ist das Licht und desto besser ist das Licht auch zum Arbeiten geeignet. Ein warmes und eher gelbliches Licht ist eher für das Wohnen geeignet.

Bevor auf die Lichtfarbe der einzelnen Lampentypen eingegangen werden kann, muss erst einmal auf die Skala Bezug genommen werden. Alles bis 2.700 Kelvin erzeugt ein warmweißes Licht. Alle Lampen bis 3.000 Kelvin generiert ein hell warmes Licht und alle Lampen bis 4.000 Kelvin erzeugen ein Neutralweißes Licht. Die letzte Stufe geht bis 7.000 Kelvin, wobei Lampen mit einer solchen Kelvin-Stärke schon fast Tageslicht erzeugen.

Diese Vergleichsaufnahme verdeutlicht den Unterschied zwischen warmweißem Licht (2.700 K), neutralweißem Licht (ca. 4.000 K) und kaltweißem Licht (ca. 6.500 K). — ©tiero | Fotolia

Alle Lampen gibt es in den unterschiedlichen Ausführen und besonders LED Lampen lassen sich zudem häufig dimmen, sodass die Lichtfarbe individuell konfigurierbar ist. Auf der anderen Seite ist dieses bei klassischen Glühbirnen nicht möglich, wodurch hier nur eine Lichtfarbe erzeugbar ist.

2.700 bis 3.000 Kelvin sollten für wohnliche Zwecke verwendet werden. In der Wohnung ist den meisten ein warmes Licht insbesondere in den dunklen Jahreszeiten wichtig. Das neutralweiße Licht bzw. die zweite Stufe wird häufig in Läden und kleinen Büroräumen verwendet, wodurch die Aufmerksamkeit hoch gehalten werden soll. Auch für die Außenbeleuchtung ist dieses gut geeignet. Die letzte Stufe, das tageslichtweiße Licht, findet häufig in Industriehallen und Werkstätten Anwendung. Mit dieser Lichtfarbe kann ein großes Areal angestrahlt werden.

Lichtplanung wichtiger Faktor

Bei neu erbauten oder neu gestalteten Räumen ist die Lichtplanung ein wichtiger Faktor. Dieses bezieht sich dabei nicht nur auf Büroräume oder Industriehallen, sondern auch auf private Räumlichkeiten. Die Auswahl ist grenzenlos und durch die LED-Lampen, die sich beliebig dimmen lassen, kann die Atmosphäre entsprechend beeinflusst werden. Auch die Positionierung der Lampen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das Ziel sollte letztendlich sein, bei Bedarf den ganzen Raum mit Licht auszustrahlen. Daher sollte dieser Faktor immer berücksichtigt werden.

Fazit

Die richtige Lichtfarbe und Lichtstärke spielen insbesondere in den dunklen Jahreszeiten wie Herbst und Winter eine wichtige Rolle. Die Auswahl der richtigen Leuchtmittel sollte sich immer danach richten, in welchem Raum eine solche Lampe eingebaut wird und welche Funktionalität der Raum erfüllt. Zum Arbeiten wird eine andere Lichtstärke und Lichtfarbe benötigt als zum Wohnen.

Bildnachweis Titelbild: ©vladimirfloyd | Fotolia

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