Was Sie tun können, damit die Wohnung im Sommer nicht zu heiß wird

Die Vorfreude auf die ersten Sonnenstrahlen kann meist nicht größer sein. Ist es dann endlich soweit, folgt bald Ernüchterung. Zwar ist die Hitze bei Strand- oder Schwimmbadbesuchen gut auszuhalten, in den eigenen vier Wänden sieht dies aber oft anders aus. Es folgen ausgewählte Methoden Ihre Wohnung im Sommer wirkungsvoll kühl zu halten, damit Sie den Alltagsstress auch bei Höchsttemperaturen mit einem kühlen Kopf bewältigen können.

Lüften und abdunkeln

Rolläden machen den Unterschied zwischen aufgeheizter oder angenhem temperierter Wohnung— ©Ralf Geithe | Fotolia

Schützen Sie Ihre Wohnung vor Sonneneinstrahlung. Dazu lassen Sie einfach tagsüber die Jalousien oder Rollläden herunter. Falls keine vorhanden sind helfen auch Vorhänge oder Schnapprollos. Insbesondere solche mit einer hellen Außenseite sind ein guter Schutz, da die Sonnenstrahlen reflektiert werden.  Ansonsten gilt es kreativ zu werden. Bettlaken oder Decken sind zwar weniger effektiv, aber gewiss keine Verschlechterung. Bevor Sie mit der Verdunkelung beginnen, lüften Sie einmal kräftig durch. Im besten Fall schon früh am Morgen, wenn die Temperaturen noch nicht allzu hoch sind. Kühlt es am Abend wieder ab, ist es Zeit für eine erneute Frischluftwelle. Übrigens hilft auch ein auf dem Balkon aufgespannter Sonnenschirm gegen das Aufheizen von Fassade und Fensterflächen.

Der Bettlaken-Trick

Verteilen Sie leicht angefeuchtete Bettlaken oder Tücher im Raum. Hängen Sie diese in der Wohnung auf, wo sich keine elektronischen Geräte befinden. Der Trocknungsvorgang sorgt dafür, dass der Luft Wärme entzogen wird. Diesen Vorgang können Sie zusätzlich optimieren, indem Sie durch einen Ventilator die Luft zirkulieren lassen oder für einen kurzen Moment das Fenster öffnen.

Raumgestaltung und elektronische Geräte

Vermeiden Sie lose Teppichböden. Diese fungieren im Sommer als Wärmedämmung und verhindern, dass der Boden die Wärme aufnimmt. Generell gilt: Räume mit freien Flächen fühlen sich kühler an. Des Weiteren sollten elektronische Geräte abgeschaltet werden. Sie erzeugen je nach Gerät viel Wärme. Ein Gerät, dass nicht benutzt wird, sollte also ausgeschaltet bleiben. Auf bestimmte können Sie an heißen Tagen sogar ganz verzichten, beispielsweise auf den Trockner. Feuchte Wäsche trocknet im Sommer schnell und kann daher einfach in der Wohnung oder draußen aufgehangen werden.

Klimaanlagen

Eine Klimaanlage ist mit Sicherheit die effizienteste Methode die Wohnung kühl zu halten. Damit können Sie die Temperatur nach Belieben regeln. Nachteile sind zum einen, dass der Stromverbrauch enorm hoch ist und zum anderen, dass die Anschaffung teuer ist. Beides kann reduziert werden durch kleinere, tragbare Exemplare. Deren Reichweite beschränkt sich dann aber auf einen Raum.

Ventilatoren

Vorab sei gesagt: Ventilatoren kühlen nicht. Sie sorgen für einen frischen Zug und bringen die Luft in Ihrer Wohnung zum Zirkulieren. Effektiv sinken wird die Temperatur dadurch nicht, es fühlt sich nur kühler an. Jedoch gibt es Tricks den Ventilator so einzusetzen, dass er auch beim Kühlen eine Hilfe ist. Er kann Ihnen beim abendlichen Lüften assistieren und die warme Luft schneller aus dem Zimmer blasen. Dazu müssen Sie ihn nur an das Fenster stellen. Ein anderer Trick ist es, einen Eimer voll mit Eiswürfeln auf den Boden zu stellen und den Ventilator in die Richtung arbeiten zu lassen. Damit produzieren Sie ein besonders kühles Lüftchen.

Natürliche Abkühler: Pflanzen

Falls Sie vor dem Fenster Bäume stehen haben, können Sie sich glücklich schätzen, da diese natürliche Schattenspender sind. Ansonsten kann wilder Efeu oder Wein an der Außenwand als zusätzliche Isolierung dienen.

Haben Sie das Glück, dass Bäume einen kühlenden Schatten auf Ihre Wohnung werfen? — ©dawnwind | fotolia

In der Wohnung sind Pflanzen zwar kein großer Kühlfaktor, spenden aber Sauerstoff und regulieren die Luftfeuchtigkeit. Damit unterstützen sie für ein angenehmes Raumklima.

Isolierung und Dämmung

Undichte Fenster sind nicht nur bei Hitze, sondern auch bei Kälte ein Problem. Daher lohnt es sich in eine gute Isolierung zu investieren. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu dicht ist, da sonst der Luftaustausch zu gering ist. Das kann unter anderem zu Schimmel führen. Lassen Sie sich daher fachkundig beraten. Gleiches gilt, möchten Sie eine bessere Dämmung installieren lassen. So wäre Ihre Wohnung ebenfalls besser vor Wärme und Kälte geschützt. Beide Optionen sind jedoch äußerst kostspielig.

Allgemeine Haushaltstipps

Neben den bereits vorgestellten Möglichkeiten um Hitze aus Ihrer Wohnung fernzuhalten, gibt es noch weitere Tipps, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen:

Bildnachweis Titelbild: Cooling and climate electric devices on the wooden floor ©alexlmx | Fotolia

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