Umweltbewusst wohnen – Wie geht das? – Teil 3: Luft

Green Living – Wie geht umweltbewusstes Wohnen?

Green Living – dieser Begriff ist immer mehr in das Zentrum des Interesses gerückt und das nicht ohne Grund: Wer von Green Living redet, der spricht von Gebäuden, welche unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit erbaut wurden. Das meint, dass diese Häuser sehr effizient mit Ressourcen umgehen, und das sowohl beim Bau, als auch beim Unterhalt. Natürlich ist es sinnvoll schon vor Baubeginn an derartige Faktoren zu denken, was ist jedoch zu tun, wenn das Gebäude bereits gebaut ist? Auch dann kann der Aspekt des Green Living noch Einzug halten. In diesem Artikel soll dabei der Faktor Luft betrachtet werden und wie diese verbessert werden kann.

Warum die Luftqualität so wichtig ist

Die Luftqualität ist für den Menschen sehr wichtig, denn sie kann sich sowohl positiv als auch negativ auf den Menschen und dessen Gesundheit auswirken. Je schlechter die Luftqualität ist, desto besser können sich Schadstoffe wie Feinstaub, Schimmelporen und Pollen verbreiten und stellen somit eine ernsthafte Bedrohung für den Menschen dar. Und um die Raumqualität zu verbessern, können die Bewohner so einiges tun: Besonders wichtig ist, dass auf den Sauerstoffgehalt geachtet wird. Diesen können Lüften, Raumgröße und auch Pflanzen beeinflussen. Zudem ist auch darauf zu achten, dass die Luftqualität nicht durch Ausdunstungen von Möbeln, Böden oder Wänden negativ beeinflusst wird. Hier können Siegel Auskunft über die die Qualität geben. Auch auf den Heizungsgeruch ist zu achten. Er entsteht, wenn Heizungen entweder nicht richtig von Staub befreit sind oder Heizelemente zu heiß werden und den Staub in der vorbeiziehenden Luft verbrennen.

Der Sauerstoffgehalt

Der Sauerstoffgehalt wird stark dadurch beeinflusst, wie häufig gelüftet wird. Demnach sollte darauf geachtet werden, dass Stoßlüften auf der Tagesordnung steht. Also: Fenster immer komplett öffnen, sodass ein Luftzug entsteht. Diese Zirkulation der Luft sorgt dafür, dass die verbrauchte Luft nach außen gelangt und unverbrauchte Luft hinein gelangt. Wer sich unsicher ist, ob sein Eigenheim den entsprechenden Sauerstoffgehalt vorweist, der kann auch auf spezielle Geräte zurückgreifen, welche den Sauerstoff in der Luft messen. Demnach gilt: Unbedingt das Stoßlüften in den Tagesablauf integrieren. Der Luftaustausch ist maßgebend für ausreichend Sauerstoff in der Luft. Dabei ist natürlich zu beachten, dass die Raumgröße ebenfalls das Raumklima beeinflusst. In größeren Raumen findet sich mehr Sauerstoff, als in Kleineren. Demnach sollten kleine Zimmer häufiger gelüftet werden. Zudem sorgen auch Pflanzen dafür, dass sich die Atemluft verbessert und natürlich sind die grünen Mitbewohner bei richtiger Pflege auch schöne Deko. Dabei haben die Pflanzen noch mehr Vorteile: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, mindern den Geräuschpegel im Haus und sorgen für eine gesunde Luft. Pflanzen nehmen die Schadstoffe aus der Luft auf und geben gereinigte Luft zurück. Hierbei wird Kohlenstoffdioxid aus der Luft gefiltert und in saubere Atemluft verwandelt. Besonders wertvoll sind dabei die Aloe Vera, der Bogenhanf, Efeu und auch die Grünlilie. Wer also etwas für das Raumklima tun will, der sollte auf diese Pflanzen setzen.

Alles richtig gemacht: Vom Fußboden über die Fensterrahmen bis zur Treppe sieht man Echtholz. Eine gesündere Inneneinrichtung ist kaum möglich. — ©Federico Rostagno | stock.adobe.com

Negativer Einfluss durch Möbel, Fußboden und Heizung

Wer sich neue Möbel zulegen will, der sollte dabei darauf achten, dass diese mit einem Gütesiegel wie dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Diese Siegel zeigen nicht nur, dass es sich hierbei um umweltfreundliche Möbel handelt, sondern auch, dass diese Möbelstücke eine geringe Schadstoffbelastung vorweisen. Und dieser Punkt ist sehr wichtig: Sind die Möbelstücke stark bearbeitet und mit Chemikalien behandelt, dann geben diese die Substanzen auch noch lange Zeit an die Luft ab und mindern somit deren Qualität. Dies kann sich stark auf die Bewohner auswirken und mit Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden quittiert werden. Zudem wirken sich manche Möbel auch positiv auf das Raumklima aus: Massivholz beispielsweise speichert Luftfeuchtigkeit in gewissem Maß und gibt diese bei Bedarf langsam wieder ab. Demnach ist Echtholz eine besonders gute Wahl. Ähnlich ist es auch bei Fußbodenbelägen, denn hier sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass die Materialien so naturbelassen wie möglich sind. Zudem sollte darauf geschaut werden, ob bei Parkett ungesunde Kleber verwendet werden, denn diese beeinflussen das Luftklima ebenso negativ.

Heizungen und ein gesundes Raumklima

Natürlich können die Bewohner eines Hauses auch beim Heizen Fehler machen, welche das Raumklima negativ beeinflussen. Es sollte darauf geachtet werden, dass Oberflächen von Heizungen niemals über 52 Grad warm sind. Denn dann setzt die Staubverschwelung ein und diese wiederrum geht mit Geruchsbelästigung und verbrannten Staubpartikeln in der Atemluft einher. Neben den hohen Heizkosten ist somit die Raumluft in diesem Fall sehr bedenklich.

Längst überfällig: Spätestens nach zwei Jahren sollte man die Heizung auf Staubeinlagerung prüfen und diese mit einer Reinigungsbürste entfernen. Am besten offenem Fenster, damit der Staub besser aus dem Raum entweichen kann. Ein Staubsauger befreit die Bürste schnell von Schmutz. — ©gabort | stock.adobe.com

Green Living – Ein gutes Raumklima ohne großen Aufwand

Wer also im Sinne der Nachhaltigkeit für ein gutes Raumklima sorgen will, der hat viele Möglichkeiten. Zum einen ist darauf zu achten, dass die Luftfeuchtigkeit und der Sauerstoffgehalt in der Luft in einem gesunden Maße vorhanden sind. Stoßlüften, angemessenes Heizen und Pflanzen sind dabei eine große Hilfe und sorgen dafür, dass die Luft die Qualität hat, die man zum Wohlfühlen braucht. Zudem spielen auch die Möbel in dem Haus eine große Rolle. Hier sollte auf natürliche und möglichst unbearbeitete Materialien gesetzt werden, welche das Raumklima nicht belasten und sich somit negativ auf die Bewohner auswirken können. Zudem ist auch mit Bedacht zu Heizen, denn hierbei können Kosten gespart und etwas für die Umwelt getan werden.

Bildnachweis Titelbild: ©Andrey Popov | stock.adobe.com

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