Umweltbewusst wohnen – Wie geht das? – Teil 2: Licht

Green Living – Wie geht umweltbewusstes Wohnen?

In unserer neuen vierteiligen Serie „Green Living – Wie geht umweltbewusstes Wohnen?“ stellen wir  vier Beiträge zu diesem Trend vor. Auch Green Living benötigt für das perfekte Raumklima die Optimierung der Faktoren „Fläche + Luft + Licht + Temperatur“. Getreu dieser Wohlfühlformel von Raumklima-Plus.de führen wir nach dem Faktor „Fläche“ die Reihe mit dem Thema „Licht“ fort und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Umweltbewusst und sparsam Helligkeit ins Haus bringen

Eine helle Umgebung ist natürlich von hoher Wichtigkeit um sich zu Hause richtig wohlzufühlen. Dabei geht es sogar um mehr als nur das reine Wohlbefinden. Natürliches Licht regt unseren Kreislauf an, steuert einige unserer Körperfunktionen sowie die visuelle Wahrnehmung und beeinflusst sogar unsere Leistungsfähigkeit. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel „Die Wirkung von Licht auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität“.

Der Prozess der bewussten Verwendung des Lichtes beginnt schon beim Bau und der Einrichtung des Hauses. Bei der Gebäudeplanung sollte der Sonnenverlauf einbezogen werden, genauso wie die nähere Umgebung. Hat man eine helle, reflektierende Oberfläche, wie beispielsweise eine Wasserfläche oder helle Terrassenplatten in der Nähe, dann erhört diese automatisch das Lichtangebot an den Fensterflächen. Eine gute Glasqualität kann auch entscheidend zur Helligkeit beitragen: Fenstergläser in guter Qualität können einen zweistelligen Prozentsatz mehr Licht in die Räume hineinlassen.

Hohe Räume schaffen Platz für zusätzliche Fenster. Im hinteren Raumteil sorgt künstliche Beleuchtung für Atmosphäre und Licht. — ©T.okita | stock.adobe.com

Auch die Platzierung der verschiedenen Räume ist von Bedeutung. Am häufigsten genutzte Räume, die somit auch einen hohen Beleuchtungsbedarf haben, sollten fassadennah und ggf. an der Südseite geplant werden. Um das Grundbedürfnis des Menschen an Licht zu erfüllen, sollten Fensterflächen 20 bis 30 Prozent der Raumgrundfläche einnehmen. Viele verglaste Einzelflächen bringen übrigens mehr Licht ins Haus als eine große zusammenhängende Fläche.

Oftmals wird beim Bau eines Hauses auch auf eine Solaranlage gesetzt, um eigenständig Strom und warmes Wasser produzieren zu können. Auf diese Weise macht man das Zuhause besonders effizient und verbraucht mit der Beleuchtung fast nur noch umweltbewusst erzeugten Strom. Das senkt die Kosten und schont die Umwelt.

Was die Inneneinrichtung angeht, beeinflussen Wandfarben und sogar Lampenschirme, wie viel Energie beim Beleuchten verbraucht wird. Ausgewählt werden sollten demnach helle und reflektierende Farben, da diese mehr Licht in den Raum zurückgeben. Wenn Räume mit intensiven, dunklen Farben angestrichen werden, muss mehr Energie aufgewendet werden, um diese zu erhellen. Dunkle Farben geben nur circa 15 Prozent des Lichtes zurück. Im Gegensatz dazu reflektieren helle Wände bis zu 80 Prozent des Lichtes. Die Räume sind automatisch heller und brauchen deswegen auch weniger Beleuchtung als dunkle Räume.

Trotz eingeschalteter Beleuchtung Strom sparen

„Der Letzte macht das Licht aus” ist ein beliebter Satz in jedem Haushalt. Tatsächlich wird viel Energie gespart, wenn man wirklich daran denkt das Licht auszuschalten, sobald man einen Raum verlässt. Ob man mit dem Hund Gassi geht oder nur kurz den Müll raus schafft: das Ausschalten der Beleuchtung in den Räumen, die gerade nicht genutzt werden, lohnt sich!

Die Verwendung der richtigen Leuchtmittel macht den entscheidenden Unterschied: Natürlich ist Tageslicht immer die beste Lösung, aber sobald die Sonne unter geht, braucht man andere Lösungen. Und das ist und bleibt Licht aus künstlichen Quellen. Da die Beleuchtung in durchschnittlichen Haushalten schätzungsweise 12 Prozent der Stromrechnung ausmacht, kann man dort gut sparen. Der Umstieg auf LED-Beleuchtung kann den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent minimieren. LEDs wandeln die eingesetzte Energie im Vergleich zu normalen Glühlampen wesentlich besser in Lichtenergie um und produzieren dafür kaum Wärmeenergie. Lampen, egal mit welchem Leuchtmittel, sollten regelmäßig gereinigt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Licht von einer Staubschicht „verschluckt“ wird.

Für Außenbeleuchtungen gibt es LED-Leuchtmittel, die ihre Energie durch integrierte Solarzellen selbst beziehen und somit jede Menge Geld sparen und umweltbewusst die Außenflächen beleuchten. In Fluren und Treppenhäusern bietet sich Licht an, das durch Bewegungsmelder an- und ausgeschaltet wird. Sonst kann es passieren, dass das Licht dort über mehrere Stunden unbemerkt brennt und unnötig Energie verbraucht.

Ein LED-Fluter für den Ausseneinsatz mit Bewegungsmelder und Solarmodul sowie Akku. Läuft komplett unabhängig vom Stromnetz. — ©pandpstock001 | stock.adobe.com

In größeren Räumen kann man gut mehrere kleine Lichtquellen verwenden. Das schafft eine angenehmere Atmosphäre und verbraucht letztendlich tatsächlich weniger Energie als eine große Lichtquelle.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten ressourcenschonend mit Beleuchtung umzugehen. Wenn natürliches Licht vorhanden ist, dann sollte man dieses immer so gut wie möglich ausnutzen. Das ist nicht nur für den Geldbeutel und für die Umwelt gut, sondern auch für das eigene Wohlbefinden. Eine gute Dosis Tageslicht beeinflusst unsere Stimmung positive und kurbelt unsere Leistungsfähigkeit an.

Schon beim Bauen eines Hauses kann man dafür sorgen, dass im Haus ausreichend Tageslicht einfällt. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Raumfläche sollten mit Fenstern ausgestattet werden. Sollten man in ein schon gebautes Haus oder eine Wohnung ziehen, dann kann man mit der Wahl der Wandfarben und Lampenschirm-Materialien noch einiges rausholen. Dazu wählt man einfach möglichst helle und reflektierende Farben.

Um dann tagtäglich Strom zu sparen, sollte man beim Verlassen eines Raumes nicht vergessen das Licht auszuschalten. Ein Umstieg auf LED-Leuchtmittel hat einen positiven Einfluss beim Einsparen von Energie.
Green Living im Bereich des Lichtes ist nicht schwer, man muss nur bewusst darauf achten.

In unserem nächsten Artikel der Green-Living Serie wird es um das Thema Luft gehen. Vorbeischauen lohnt sich!

Bildnachweis Titelbild: ©metamorworks | stock.adobe.com

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