So pflegen Sie Parkett, Laminat und Dielen

Der neue Boden erstrahlt in voller Pracht und dieser Glanz soll möglichst lange erhalten bleiben. Eine falsche Pflege oder Reinigung nimmt Ihnen das Holz schnell übel. Nachfolgend erhalten Sie Tipps zur Pflege Ihres Fußbodens unter spezieller Berücksichtigung, ob es sich dabei um einen Parkett-, Laminat- oder Dielenboden handelt.

Worauf sollten Sie bei der Pflege von Laminat achten?

Laminat hat es zu einer großen Popularität bei Bodenbelägen gebracht und es ist in vielen verschiedenen Designs und Preisklassen erhältlich. Die Qualität von Laminat hat über die letzten Jahre spürbar zugelegt, so können sogar Feuchträume und hochfrequentierte Bereiche damit ausgestattet werden. Dennoch braucht der Laminatboden ein Mindestmaß an Pflege. Regelmäßiges Fegen oder Saugen bildet hier eine solide Grundlage und ist in den meisten Fällen völlig ausreichend. Hier ist das Saugen zu bevorzugen, weil so deutlich weniger Staub aufgewirbelt wird. Sollten einmal Flecken oder hartnäckiger Schmutz auf dem Boden sein, dann bietet es sich an, diese mittels Wischen und unter Einsatz eines milden Reinigungsmittels zu entfernen. Weil Laminat nicht aus Holz besteht, sondern eine dünne Oberfläche aus einer bedruckten Dekorschicht besitzt, ist besonders darauf zu achten, dass diese nicht beschädigt wird. Sand, kleine Steine und hohe Absätze können jederzeit Kratzer hinterlassen, weshalb vermieden werden sollte, den Laminatboden mit Straßenschuhen zu betreten. Außerdem können auch Krallen von Hunden das Laminat über längere Zeit unansehnlich werden lassen. Auch beim Feuchtwischen sollte auf viel Wasser verzichtet werden. Der Wischvorgang sollte „nebelfeucht“ erfolgen, was bedeutet, dass der Lappen zuvor gründlich ausgewrungen wird. Abtreter und Fußmatten vor der Haustür können hilfreich sein, wenn es sich nicht vermeiden lässt, ohne Straßenschuhe den Laminatboden zu betreten.

Schäden durch Möbel vermeiden und vorbeugen

Für die drei Bodenvarianten gilt gleichermaßen, dass dieser sehr empfindlich ist. Schränke, Tische und Stühle hinterlassen beim Bewegen schnell Kratzer. Diese sind besonders schädlich für das Laminat. Eine Hilfe können Filzgleiter sein, die bei manchen Möbeln schon beim Kauf angebracht sind. Bei Möbeln, wie Stühlen und Sesseln, müssen die Filzgleiter in regelmäßigen Abständen geprüft werden, weil sie sich schnell abnutzen. Bei Bedarf sollten sie sofort ersetzt werden. Es empfiehlt sich immer einen Ersatz an Filzgleitern im Haushalt zu haben. Diese lassen sich kostengünstig online oder im örtlichen Baumarkt erwerben. Bürostühle oder Möbel mit Rollen können mit speziellen weichen Gummirollen ausgestattet werden, die schonender zum Boden sind. Alternativ dazu gibt es für Rollenstühle auch spezielle PVC-Unterlagen für kratzempfindliche Fußböden. Diese werden unter den Rollbereich des Stuhls gelegt und schützen so den Fußbodenbelag.

Pflegebedürftiger Holzfußboden mit Verfärbungen und Kratzern ©buki77 | Fotolia

Parkett und Diele – äußerst empfindliche Oberflächen

Dielen und Parkett vermitteln eine warme und angenehme Wohnatmosphäre. Es handelt sich um Echtholzbodenbeläge, daher sind die Oberflächen sehr empfindlich. Analog zum Laminat ist auch hier darauf zu achten, dass kein Sand oder kleine Steinchen auf den Boden kommt. Diese wirken auf dem Holzboden wie ein Schmirgelpapier und hinterlassen unschöne Spuren. Kratzer lassen sich zwar auch nach längerer Zeit noch durch abschleifen wieder ausbessern, doch ist eine gute Pflege die Basis dafür, lange Zeit Freude an einem schönen Boden zu haben.

Was sind die ersten Schritte, wenn ein Dielen- oder Parkettboden verlegt ist?

Bei Parkett und Dielen sollten Sie das Holz versiegeln – siehe Titelbild. Dies ist der wichtigste Schritt für die nachfolgende Pflege. Bei der Versiegelung gibt es verschiedene Varianten. Bei der Ein-Komponentenversiegelung wird der Boden mit einer Komponente, meistens ein Acryllack, versiegelt. Diese Variante ist kostengünstig und relativ kratzunempfindlich. Bei einer Zwei-Komponentenversiegelung wird zusätzlich zu dem Lack noch eine weitere Schicht aufgetragen, die den Boden widerstandsfähiger machen soll. Die Drei-Komponentenversiegelung ist von der Wirkung des Härtegrades mit der vorherigen vergleichbar. Die dritte Schicht hilft gegen das Verblassen des Holzes und wird deshalb besonders bei hellen Dielen oder Parkett angewendet. Bei allen drei Varianten basiert der harte Lack auf chemischer Basis. Wollen Sie auf Chemie verzichten, bietet sich noch die Versiegelung auf Öl- und Wachsbasis an. Hierbei handelt es sich jedoch um einen weniger dauerhaften Schutzfilm, der häufiger erneuert werden muss. Im Gegensatz zur Imprägnierung mit Lacken sind hier klare Abstriche in Sachen Feuchtigkeitsverträglichkeit zu machen. Besonders bei der Reinigung des Bodens ist dies zu beachten. Öl und Wachs pflegen das Holz, aber je nach Art des Holzes und der Beanspruchung des Bodens werden Sie mindestens einmal im Jahr nachbehandeln müssen.

Vor dem Versiegeln kommt das Abschleifen der Diele ©mariesacha | Fotolia

Bei Dielen gilt es zu beachten, dass diese unter Umständen schon vorbehandelt sind. Dann brauchen Sie sie nicht unbedingt ein zweites Mal behandeln. Ebenfalls sollten Sie bei Dielen die Fugen beim Verlegen beachten und auch diese Imprägnieren, denn auch dort kann sich Feuchtigkeit sammeln.

Wie habe ich lange Zeit Freunde an meinem Dielen-, Parkett- oder Laminatboden?

Die beste Kombination zur Erhaltung des Zustandes der Bodenoberfläche liegt in wenig Feuchtigkeit gepaart mit den richtigen Pflegereinigern. Unbedingt vermeiden sollten Sie scharfe Reiniger, weil diese die Oberfläche direkt angreifen. Je natürlicher der Boden belassen worden ist, desto eher reagiert er auch auf Feuchtigkeit. Einmal wöchentlich darf aber auf jeden Fall auch nebelfeucht gewischt werden. Für den Staubsauger gibt es auch spezielle Parkettdüsen, die besonders schonend zur Oberfläche sind. Ein geeignetes Pflegemittel gemeinsam mit einem sanften Bodenreiniger trägt somit nachhaltig zur Bodenqualität bei. Bei Parkett und Dielen besteht im Vergleich zum Laminat aber auch nach langer Zeit noch die Möglichkeit den Boden wieder zu renovieren, indem er abgeschliffen und danach neu imprägniert wird. Die genauen Pflegehinweise können sich auch je nach Art des Bodenbelages oder Holzes leicht unterscheiden. Hilfe kann ein Bodenleger leisten.

Bildnachweis Titelbild: homme mettant huile de protection sur plancher au rouleau ©mariesacha | Fotolia

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