Licht als Diebstahlsicherung

Nicht nur in der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Einbrüche. Über die Jahre betrachtet steigen die Einbrüche allgemein an und das ist Grund genug, dass die Einbruchssicherung im Haus oder der Wohnung gesteigert werden sollte. Diebstahlsicherung muss nicht immer durch eine Alarmanlage realisiert werden. Einbrecher können auch mit anderen Maßnahmen abgeschreckt werden. Eine davon ist Licht. Das ist weniger kompliziert, als oftmals angenommen.

Was schreckt Einbrecher ab?

Einbrecher werden von verschiedenen Dingen abgeschreckt. Unter dem Strich wollen sie nicht entdeckt werden. Liegt ein Haus einsam, ist es schlecht einsehbar oder kommen kaum Menschen vorbei, ist dies eine Einladung für Einbrecher. Licht, Lärm und Leute, schrecken dagegen ab. Die Lage eines Hauses kann nicht verändert werden. Aber der Einbrecher kann durch Licht abgeschreckt werden. Durch Innenbeleuchtung wirkt das Haus belebt und durch Licht im Außenbereich wird der Einbrecher leicht gesehen. Eine Kombination gilt als besonders erfolgversprechend.

Die Außenbeleuchtung

Außenbeleuchtung wird meist mit einem Bewegungsmelder umgesetzt. Ein Einbrecher, der an diesem vorbei geht, löst den Bewegungsmelder aus. Dabei steigt die Gefahr, dass er entdeckt wird. Gerade bei aufmerksamen Nachbarn, ist die Gefahr groß, dass ein plötzlich angehendes Licht zu unerwarteter Zeit, diesen aufmerksam macht und der Einbrecher gesehen wird. Außerdem wird der Einbruchversuch im Licht schneller entdeckt. Einbrecher wissen das und meiden solche Objekte daher. Ob das Licht von einem Bewegungsmelder ausgelöst wird oder permanent brennt, ist nicht relevant. Die Beleuchtung sollte aber nicht zu grell sein, da diese Nachbarn stören kann. Gerade bei LED-Beleuchtung ist der Lichtkegel klar abgegrenzt und man kann bei der Installation darauf achten, keine benachbarten Häuser anzustrahlen. Außerdem kann eine schwache Beleuchtung genauso abschreckend wirken, wie eine grelle Beleuchtung.

Perfekte abgesichert mit videoüberwachtem Grundstück ©Alex | Fotolia

Die Zeitschaltuhr

Innen- wie auch Außenbeleuchtung können mit einer Zeitschaltuhr betrieben werden. Diese sollte unterschiedlich programmiert werden. Die meisten Gebäude werden ausspioniert, ehe eingestiegen wird. Eine immer gleiche Schaltung wird durchaus erkannt, wenn das Haus beobachtet wird. So senkt der Einbrecher sein Risiko entdeckt zu werden. Neben der Außenbeleuchtung kann besonders eine Innenbeleuchtung, die mit der Zeitschaltuhr gesteuert wird, abschreckend wirken. Das Haus wirkt so auch in Abwesenheit der Bewohner belebt und so wirkt es, als wäre jemand zu Hause. Gerade bei diesen Schaltungen sollte auf unterschiedliche und „logische“ Intervalle geachtet werden. Es ist weit weniger glaubhaft, dass immer von Mitternacht bis drei Uhr morgens das Licht brennt, als wenn das Licht um 23 Uhr abgeschaltet wird. Zudem steigen die meisten Einbrecher nicht nachts ein. Nachts sind die Bewohner in der Regel im Haus und der Einbrecher will nicht erwischt werden, also steigt er tagsüber oder abends ein. Daher sollte die Zeitschaltuhr auch tagsüber aktiviert werden, dann wenn die Bewohner aus dem Haus sind und der Einbrecher abgeschreckt werden soll.

Apps um die Beleuchtung zu steuern

Neben der Überwachung des Hauses mit Hilfe einer App, kann auch das Licht im und um das Haus herum mit einer App gesteuert werden. Dies bietet den Schutz, da das Licht nicht nach einem Zeitplan geschaltet werden muss. Außerdem zeigen viele Apps an, wenn das Licht zu Hause brennt. Schaltet der Einbrecher die Beleuchtung an, wird dies erkannt und angezeigt. Daher kann über das Licht auch das Haus kontrolliert werden. Diese Apps bieten viele Möglichkeiten und sind im Einbruchsschutz sehr vielseitig. Aber nicht in jeder Wohnung ist ein „Smart Home“ System installiert. Es gibt auch Apps, die ein Öffnen der Tür melden und damit mehr Sicherheit geben.

Attrappe oder nicht? Dieses Alarmanlage schreckt in jeden ab ©Marina Lohrbach | Fotolia

Diebstahlsicherung – Vielseitig sollte sie sein

Licht alleine reicht nicht aus, damit Einbrecher abgehalten werden. Es ist viel mehr das Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren. Aufmerksame Nachbarn sind nach wie vor ein sehr guter Schutz. Gerade bei einem Urlaub ist es wichtig, dass der Briefkasten geleert wird und das Haus von außen bewohnt aussieht. Im Winter sollte Schnee geschippt werden und im Sommer die Blumen gegossen werden. So ist von außen nicht zu erkennen, dass die Bewohner im Urlaub sind. Lärm in Form einer Alarmanlage oder eines Hund schrecken ab. Gerade große Hunde oder laute Hunde alarmieren auch die Nachbarn. Auch ein Haus, das gut einsehbar ist, wirkt für Einbrüche weniger attraktiv. Daher kann die Bepflanzung des Grundstücks auch nach dem Sicherheitsaspekt optimiert werden. Auch Häuser, die von außen überwacht aussehen, etwa durch eine Kamera oder eine Kamera-Attrappe halten Einbrecher besser ab. Bei einer Kamera sollte aber darauf geachtet werden, dass diese nicht das Nachbargrundstück oder öffentlichen Grund filmt. Nachbarn sollten außerdem informiert werden, damit es zu keinen Missverständnissen kommt oder die Nachbarn denken, dass sie ausspioniert werden.

Mit der Befolgung dieser Tipps kann Licht mit vielen anderen kleinen Faktoren in Summe für mehr Sicherheit in Wohnbereichen sorgen.

Bildnachweis Titelbild: LED-Strahler ©embeki | Fotolia

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